Die International Conference on Plasticity, Damage and Fracture fand im Jahr 2020 in Cancun in Mexico statt. Unter den Teilnehmern waren viele renommierte und international bekannte Wissenschaftler. Der TRR 188 konnte sich dort mit drei Vorträgen präsentieren und den anderen Teilnehmern unser Verständnis der Schädigung näher bringen.

 

Prof. Dr.-Ing. habil. Markus Bambach erhielt einen Ruf an die ETH Zürich und verlässt den TRR 188 zum Ende der laufenden Phase, um dem Ruf in die Schweiz zu folgen. Er war zuvor als Professor am Lehrstuhl Konstruktion und Fertigung der Universität Cottbus-Senftenberg tätig und wirkte seit Beantragung des Sonderforschungsbereiches als Teilprojektleiter im TRR 188 mit.

Wir beglückwünschen Prof. Bambach und wünschen ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute.

 

Prof. Dr. mont. Christoph Kirchlechner erhielt einen Ruf an das Karlsruher Institut für Technologie und ist seit Januar 2020 als Leiter des Instituts für Angewandte Materialien - Werkstoff- und Biomechanik (IAM-WBM) tätig. Er bleibt dem TRR188 weiterhin als wertvolles Mitglied und Teilprojektleiter erhalten.

Wir beglückwünschen Prof. Kirchlechner und freuen uns über die weiterhin bestehende Zusammenarbeit.

 

A. Erman Tekkaya wurde mit einer Honorarprofessur der Xi’an Jiaotong Universität in China ausgezeichnet. Die Hochschule in der Provinz Shaanxi gehört zu den größten Universitäten Chinas.

 

Auf dem Forschungstag "KONTROLL|VER|LUST" des Jungen Kollegs der Akademie der Wissenschaften und der Künste NRW präsentierte Dr.-Ing. Patrick Kurzeja am 15. November 2019 die Potentiale der Schädigungskontrolle für den Betriebseinsatz. Der Begriff der Kontrolle ist generell widerspruchsbehaftet und wurde in diesem Rahmen von unterschiedlichen Disziplinen vor einem öffentlichen Publikum beleuchtet. Dr.-Ing. Kurzeja stellte dabei die modellbasierte Vorhersage der Schädigungsentwicklung im Betrieb vor und bildete dabei im interdisziplinären Rahmen ein fachliches Duo mit Dr.-Ing. Moritz Schulze Darup und dem Ansatz modellfreien, maschinellen Lernens. Dem Publikum wurde mit den Ergebnissen aus dem Teilprojekt C01 konkret vor Augen geführt, wie die Vorhersage der Leistungsfähigkeit durch eine numerische Modellierung des mechanischen Materialverhaltens ermöglicht wird.

 

Frau Dr.-Ing. Stefanie Sandlöbes-Haut ist Gruppenleiterin am Institut für Metallkunde und Materialphysik der RWTH Aachen. Zusammen mit Prof. Dr.-Ing. habil. Hauke Springer des Instituts für Bildsame Formgebung der RWTH Aachen beantragt sie ein neues Projekt für die 2. Förderperiode im Bereich der Charakterisierung.

Wir begrüßen die Beiden im TRR 188 und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit.

 

 

Der europäische Forschungsrat hat den Antrag „Fundamental Building Blocks – Understanding plasticity in complex crystals based on their simplest, intergrown units“ von Prof. Dr. Sandra Korte-Kerzel bewilligt. Das Projekt untersucht die fundamentalen Bausteine in komplexen Kristallstrukturen, da die mechanischen Eigenschaften (z. B. Festigkeit oder Widerstand gegen plötzliches Bruchversagen) vieler intermetallischer Phasen noch unbekannt sind. Die Erkenntnisse sollen bei der Suche nach neuen Strukturmaterialien mit hoher Festigkeit und Temperaturbeständigkeit helfen, die sich für zukünftige, technologische Anwendungen eignen.

 

Der TRR 188 darf Prof. Dr.-Ing. Thomas Bergs als neues Mitglied begrüßen. Nachdem Prof. Thomas Bergs bereits am 1. Juni 2018 die Nachfolge von Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. Dr. h.c. Fritz Klocke als Leiter des Lehrstuhls für Technologie der Fertigungsverfahren am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen und Mitglied des Direktoriums am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen und Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT angetreten hat, übernimmt er zum 1. März 2019 nun auch die Leitung des Teilprojekts A06 „Schädigungsbeeinflussung beim Tiefziehen“.

Prof. Klocke beendet zu unserem Bedauern damit seine aktive Mitarbeit im TRR 188. Wir danken ihm für seinen unermüdlichen Einsatz und sein großes Engagement bei der erfolgreichen Initiierung des TRR 188. Ohne ihn wäre der SFB/Transregio in seiner jetzigen Form nicht zustande gekommen. Wir wünschen Prof. Klocke für seinen weiteren Lebensweg alles Gute.

 

Der SFB/Transregio 188 lud am 15. November 2018 zu seinem ersten Industriekolloquium in das Kongresszentrum Westfalenhallen Dortmund ein. Den weit mehr als 100 internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden in 12 Vorträgen und einer begleitenden Posterausstellung neueste Forschungsergebnisse zum Thema „Schädigungskontrollierte Umformprozesse“ präsentiert. Der Schwerpunkt lag auf der Analyse und Charakterisierung der Schädigungsvorgänge auf verschiedenen Skalen sowie der Beeinflussung der Schädigungsevolution bei Prozessen der Blech- und Massivumformung. Die Vielfalt der Anwendungsbeispiele, die die Redner aus der Industrie und von namhaften Forschungsinstituten gezeigt haben, sowie die große Resonanz bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern verdeutlichte die hohe Relevanz des Themas für die Fertigungstechnik.

 

Auf der im September 2018 in Darmstadt stattfindenden Konferenz „Materials Science and Engineering“ bietet der TRR 188 ein Symposium zu dem Thema "Damage in Metal Forming" an. Dort sollen die neuesten wissenschaftlichen Entwicklungen auf dem Gebiet der schadensmechanisch geführten Auslegung von Umformprozessen, der Modellierung von Schadensinitiierungs- und Akkumulationsmechanismen bei der Kalt- und Warmumformung sowie der Charakterisierung von mikrostrukturellen Schadensmechanismen in 2D und 3D vorgestellt und mit Vertretern der europäischen Werkstoff-Community diskutiert werden.

Organisatoren des Symposiums sind Prof. Tekkaya und Dr. Clausmeyer vom IUL der TU Dortmund und Prof. Münstermann vom IEHK der RWTH Aachen.